Gemeinsam stark für gute Pflege: Pflegekammerkonferenz

Konstituierende Sitzung

Nach der Ankündigung der Einberufung der Pflegekammerkonferenz auf dem Deutschen Pflegetag 2019 fand am 14. Juni 2019 in Berlin die konstituierende Sitzung statt.

Die drei bestehenden Landespflegekammern haben gemeinsam mit dem Deutschen Pflegerat e. V. (DPR) die Pflegekammerkonferenz gegründet.

Die Pflegekammerkonferenz ist die Bundesvertretung der landesrechtlich geregelten Pflegekammern. Sie ist die berufspolitische Interessenvertretung der Pflegefachberufe auf Bundesebene, dient der länderübergreifenden Kommunikation sowie der Harmonisierung von Ordnungen. Sie vernetzt die Aktivitäten der bestehenden Landespflegekammern. Als Arbeitsgemeinschaft der Pflegekammern arbeitet sie aktiv an pflege- und gesundheitspolitischen Entscheidungen auf Bundesebene mit.

Konstituierende Sitzung Pflegekammerkonferenz 14.06.2019
Die Präsidentinnen und Präsidenten der Landespflegekammern und des DPR unterzeichnen die Gründungserklärung der Pflegekammerkonferenz (v.l.n.r.):: Dr. Markus Mai, Patricia Drube, Sandra Mehmecke, Franz Wagner

Ziele der Pflegekammerkonferenz

Als Arbeitsgemeinschaft der Pflegekammern legt die Pflegekammerkonferenz den Grundstein für die Bundespflegekammer. Sie vernetzt die Aktivitäten der bestehenden Landespflegekammern. Gemeinsam arbeiten die Kammern durch die Pflegekammerkonferenz an pflege- und gesundheitspolitischen Entscheidungen auf Bundesebene mit.

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Einflussnahme auf Gesetzgebungsprozesse auf Bundesebene.

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Zusammenschluss der Pflegefachpersonen in Deutschland.

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Vernetzung der Aktivitäten der bestehenden Landespflegekammern.

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Harmonisierung und Vereinheitlichung wichtiger Eckpunkte, wie der Weiterbildungs- und Berufsordnungen der einzelnen Kammern sowie bei länderübergreifenden Pflegethemen.

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Bündelung und Vertretung der Interessen der Pflegefachpersonen auf Bundesebene.

Zusammenschluss der Heilberufekammern und des Deutschen Pflegerates auf Bundesebene

Als Arbeitsgemeinschaft der drei bestehenden Landespflegekammern Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein wird die Pflegekammerkonferenz aktiv an pflege- und gesundheitspolitischen Entscheidungen im Bund mitarbeiten. Der Deutsche Pflegerat wird in der Pflegekammerkonferenz die Vertretung der Interessen der Pflegefachpersonen aus Bundesländern ohne Pflegekammern übernehmen.

In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen ist die Errichtung einer Pflegekammer geplant. Auch in Brandenburg hat sich in einer repräsentativen Umfrage eine Mehrheit der Befragten für eine Kammer ausgesprochen. Alle zukünftig noch entstehenden Landespflegekammern können in der Pflegekammerkonferenz mitwirken. Voraussetzung für die Mitarbeit ist, dass die Unabhängigkeit der Institutionen durch Mitgliedsbeiträge gesichert ist. Des Weiteren müssen sie durch eine entsprechend hohe Mitgliederzahl fähig sein, Entscheidungen im Interesse der Berufsgruppe zu treffen.

Niedersachsen

Pflegekammer Niedersachsen

Die Pflegekammer Niedersachsen ist die dritte und größte Pflegekammer Deutschlands. Sie besteht seit dem 01. Januar 2017. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Ihr Sitz ist in Hannover. Über 90.000 Pflegefachpersonen mit Abschlüssen in der Altenpflege, Gesundheits- und Kranken- sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sind Mitglied der Kammer. Die Pflegekammer setzt sich dafür ein, die Situation der Pflegefachberufe zu verbessern, den Pflegeberuf weiterzuentwickeln und die professionelle Pflege der Bevölkerung sicherzustellen.

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Rheinland-Pfalz

Landespflegekammer Rheinland-Pfalz

Mit der einstimmigen Verabschiedung des Heilberufsgesetzes durch den rheinland-pfälzischen Landtag im Dezember 2014 ist die Landespflegekammer als erste Landespflegekammer in Deutschland errichtet worden. Seit dem 01. Januar 2016 haben die Pflegenden im Land damit eine kraftvolle Interessenvertretung erhalten. Die Landespflegekammer mit ihren gewählten Vertreterinnen und Vertretern nimmt die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Mitglieder wahr.

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Schleswig-Holstein

Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein

Seit der konstituierenden Sitzung der 1. Kammerversammlung haben die Pflegenden in Schleswig-Holstein mit der Pflegeberufekammer eine kraftvolle Interessenvertretung. Die Pflegeberufekammer mit ihren gewählten Vertreterinnen und Vertretern nimmt die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Mitglieder wahr.

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Deutscher Pflegerat

Deutscher Pflegerat e.V.

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

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Veröffentlichungen

Hier finden Sie die letzten Pressemitteilungen der Pflegekammerkonferenz. Alle Pressemitteilungen finden Sie im Pressearchiv.

Ein gutes Signal: Änderung des Krankenhausentgeltgesetzes sichert die Refinanzierung des Pflegepersonals

„Gesetz für einen fairen Kassenwettbewerb“ fördert auch die Finanzierung der Pflege

Berlin - „Die vom Bundeskabinett gestern beschlossene Erweiterung des Krankenhausentgeltgesetzes ermöglicht den Krankenhäusern eine adäquate Refinanzierung der Personalkosten im Pflegebereich. Die im Rahmen des Pflegestärkungsgesetzes nicht ausgeglichenen Mehrkosten durch Tariferhöhungen können dadurch mit ausgeglichen werden, ohne an einer anderen Stelle mit Einsparungen arbeiten zu müssen", kommentiert Dr. Markus Mai, Sprecher der Pflegekammerkonferenz, das kürzlich verabschiedete Gesetz.

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Personalausstattung in der Psychiatrie bleibt hinter den Erwartungen zurück

Pflegekammerkonferenz kritisiert GBA-Beschluss als unzureichend

Berlin. Am 19.09.2019 hat der Gemeinsame Bundesausschusses (G-BA) nach über zweijähriger Beratung die zukünftige Personalmindestausstattung für die therapeutischen Berufsgruppen in der Psychiatrie, und damit auch für die Psychiatrische Pflege, verabschiedet. Die Pflegekammerkonferenz kritisiert diesen Beschluss als völlig unzureichend.

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Aus den Mitgliedsorganisationen

Veröffentlichungen und Pressemitteilungen der Landespflegekammern und des DPR. Die Darstellung erfolgt nach dem Datum der Veröffentlichung. Weitere Veröffentlichungen finden Sie auf den einzelnen Webseiten der Kammern und des DPR.

Pflegekammer Rheinland-Pfalz: Leiharbeit in der beruflichen Pflege muss drastisch reduziert werden
25.09.2019

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„Fehlentwicklungen bei der Leiharbeit in der Pflege müssen gestoppt werden"
24.09.2019

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DPR: Deutscher Pflegerat unterstützt weltweiten Einsatz für das Klima Aktion „Health for Future" weist auf die Bedeutung von Klimaänderungen für den Gesundheitsbereich hin
20.09.2019

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Pflegekammer Niedersachsen: Wer Patientensicherheit sagt, muss auch Pflegepersonalbesetzung denken
17.09.2019

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Pflegekammer Rheinland-Pfalz: Patientensicherheit muss höchste Maxime der pflegerischen Versorgung sein
16.09.2019

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Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein: Pressemitteilung zum neuen Leistungskomplexsystem in der häuslichen Pflege
30.08.2019

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Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein: Pressemitteilung zu steigenden Kosten in stationären Pflegeeinrichtungen
23.08.2019

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Pflegekammer Niedersachsen: Stationen schließen wegen Personalmangel
17.07.2019

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